Was stelle ich dabei genau ein

Kurz gesagt bringst du den genauen Punkt der Saite an dem der gewünschte Ton liegt mit dem exakten Ort des Bundstabs überein. Die folgende Abbildung zeigt wie das bei perfekter Übereinstimmung aussieht. Saite und Bünde in perfekter Übereinstimmung Egal wo du einen Ton greifst, mit dieser Einstellung wird er richtig klingen. Sollte dies nicht der Fall sein und die Gitarre klingt in hohen Lagen verstimmt, wird eins der folgenden Probleme vorliegen.


Der gegriffene Ton ist zu hoch

Wenn der gegriffene Ton zu hoch ist, ist das schwingende Saitenstück zu kurz. Wir kennen es vom Greifen, je höher man greift umso kürzer wird die Saite desto höher ist der Ton. Betrachte dazu folgene Grafik. Die schwingende Saite ist zu kurz, deshalb klingen gegriffene Töne zu hoch Ist der Saitenreiter zu nah am Sattel, verschieben sich die Tonpunkte der Saite relativ zu den Bünden. Wenn du die Saite auf den Bund drückst, passiert dies an einem höheren Punkt als für den genauen Ton erforderlich. Indem du den Saitenreiter vom Sattel wegbewegst, verlängerst du das schwingende Saitenstück und die Töne liegen näher am idealen Punkt.


Der gegriffene Ton ist zu tief

Sollte der gegriffene Ton zu tief sein, liegt das gegenteilige Problem vor. Das schwingende Saitenstück ist zu lang, dadurch klingen gegriffene Töne tiefer als gewünscht. Die schwingende Saite ist zu lang, deshalb klingen gegriffene Töne zu tief Wenn der Saitenreiter zu weit vom Sattel entfernt ist, befinden sich die Tonpunkte der Saite also zu weit über den Bünden hinaus. Wenn du nun greifst, drückst du die Saite an einem zu tiefen Punkt auf den Bund. Wird der Saitenreiter Richtung Sattel bewegt, löst sich dieses Problem.


Die Saitenreiter

Die Saitenreiter und ihre Beweglichkeit Für die Einstellung der Oktavreinheit wenden wir uns dem Steg zu. Hier befinden sich Schrauben, mit deren Hilfe der Saitenreiter vor und zurück bewegt werden kann. Der Saitenreiter ist das Bauteil, mit dem die Saiten als Erstes in Kontakt treten. Wir werden dafür sorgen, dass auf einer gestimmten Leersaite auch alle gegriffenen Töne die richtige Stimmung haben. Du benötigst für die weitere Arbeit meiner Meinung nach ein kabel­gebundenes Stimmgerät, weil diese nicht störanfällig gegenüber dem Schall deiner Umgebung sind. Die Messung sollte nämlich möglichst genau erfolgen. Außerdem wirst du einen kleinen oder mittleren Kreuz­schraubenzieher benutzen. Beachte dabei: Dies ist eine Gitarre vom Typ Strat. Für andere Modelle benötigst du eventuell anderes Werkzeug, die grundlegenden Arbeits­schritte im folgenden Video bleiben aber dieselben. Ich habe im Video nur den 17. Bund zum Vergleich benutzt. Je höher der Bund, desto mehr Missweisung wird bei schlechter Oktavreinheit angegeben werden. Nutze also ruhig auch andere höhere Bünde.


Video-Anleitung

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